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Schmerz zu erklären mit Pain Neuroscience Education hilft gleichzeitig ihn zu lindern

  • Friedrich Erhart
  • 11 hours ago
  • 1 min read

Viele Patienten spüren nicht nur den Schmerz an sich, sondern sind auch sehr beunruhigt da ja ein beständiges Signal aus ihrem Körper kommt, dass etwas nicht in Ordnung ist. Nur selten wird den Patienten aber die Zeit geschenkt, dass ihnen ganz genau erklärt wird, wie Schmerzentstehung funktioniert. Die neue Disziplin der "Pain Neuroscience Education" versucht hier die Lücke zu schließen - und aktuelle Studien zeigen, dass alleine diese Intervention schon merkbar schmerzstillend sein kann.


Neurowissenschaftliches Verständnis der Schmerzentstehung


Moderne Verfahren der Grundlagenforschung und der klinischen Neurowissenschaften tragen dazu bei, die neurophysiologischen Prozesse der Schmerzentstehung und Wahrnehmung im Gehirn immer besser zu verstehen. So weiß man beispielsweise, dass zahlreiche Zentren des Gehirns an der Schmerzprozessierung beteiligt sind. Ein eigenes "Schmerzzentrum" gibt es nicht. Vielmehr zeigen sich Aktivitätssignaturen über viele Bereiche des Gehirns hinweg, wenn man als Patient oder Proband Schmerzen wahrnimmt.



Aufklären und Erklären kann den Schmerz positiv beeinflussen


Rezente Untersuchungen zeigen nun, dass es Patienten bereits messbar helfen kann, wenn diese grundlegenden neuroanatomischen Prozesse erklärt werden. Denn damit kann die Angst genommen werden, dass etwas Unbekanntes, etwas Unklares geschieht. Es scheint beruhigend, zu wissen, was in einem selbst vorgeht.


Aus diesem Grund wird bei schmerzmedizin.at auch aktiv darauf Wert gelegt, den Patienten die Neurobiologie des Schmerzes zu erklären und so bereits einen ersten Beitrag zu leisten, den Schmerz zu lindern. Spannend ist auch, dass offensichtlich auch eine Dosis-Wirkung-Beziehung besteht. Das heißt, dass mehrere Sessions von Pain Neuroscience Education besser erscheinen als nur eine einmalige Sitzung. Empfohlen wird z.B. das Durchführen von 4 bis 8 Sitzungen über einen Zeitraum von etwa 12 Wochen.


Wer weiterlesen möchte findet hier den Link zu einer Studie.

 
 
 

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